Fortbildung

Psychologische Testverfahren

Schmidt-Atzert und Amelang definieren einen psychologischen Test unter Zusammenfassung verschiedener anderer vorliegender Definitionen folgendermaßen:

  • Es handelt sich um eine Messmethode mit der ein psychologisches Merkmal (oder mehrere) erfasst werden soll(en).

  • Das Vorgehen ist standardisiert und schließt die Erhebung einer Verhaltensstichprobe mit ein.

  • Das Verhalten wird durch die spezifischen im Test realisierten Bedingungen hervorgerufen.

  • Die Variation soll weitgehend auf der Variation des zu messenden Merkmales zurückzuführen sein.

  • Ziel ist eine quantitative Aussage zur Ausprägung des Merkmals oder qualitative Aussage zum Vorhandensein oder der Art eines Merkmals. 

Die Grundlagendisziplin für psychologische Tests und ihre Anwendung ist die Psychologische Diagnostik als Teilgebiet der Psychologie. Bei der Beschreibung von Tests sind drei Aspekte zu unterscheiden:

  • Durchführung (Art des Materials, Test-Anforderung, Protokollierung und Registrierung der Beantwortung)

  • Auswertung (Berechnung von Rohwerten und Normwerten)

  • Interpretation (Verarbeitung der Ergebnisse, diagnostisches Urteil, Beitrag zur Entscheidungsfindung)

 

Bei der Anwendung von Tests sind weiterhin bedeutsam

  • Auswahlkriterien, für welche Fragestellungen und Messgegenstände ein Verfahren anwendbar ist und welche Voraussetzungen gelten

  • Leitlinien für die Kommunikation der Ergebnisse (an Diagnostizierte und/oder Auftraggeber)

Psychologische Tests

In den vergangenen Jahren erreichten uns immer wieder Anfragen von Coaches, Beratern und Therapeuten nach einer Fortbildung, die sich mit psychologischen Testungen beschäftigt, die sowohl in der Arbeitswelt im Rahmen einer Organisationsberatung oder aber in therapeutischen Settings genutzt werden können.

Deshalb haben wir mit dieser Fortbildung ein Konzept gestaltet, dass sowohl Coaches und Berater, als auch Therapeuten den sicheren Umgang mit psychologischen Testungen ermöglicht und auch die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. 

Während der Fortbildung lernen Sie nicht nur, wie Sie die Tests anwenden, sondern werden alle Testungen auch für sich selbst erstellt bekommen. 

Themenschwerpunkte

(Details finden Sie weiter unten auf dieser Seite)

  1. STADI (State-Trait-Angst-Depressions-Inventar)

  2. BDI (Beck-Depressions-Inventar)

  3. CISS (Coping-Inventar zum Umgang mit Stress-Situationen)

  4. FPI-R (Freiburger Persönlichkeitsinventar)

  5. HPI (Hamburger Persönlichkeitsinventar)

  6. SEE (Skalen zum Erleben von Emotionen)

  7. Das Persönlichkeits-Störungs-Rating-System

  8. FPP (Fragebogen Psychopathischer Persönlichkeitseigenschaften)

  9. FKBS (Fragebogen zu Konfliktbewältigungsstrategien)

  10. FERUS (Fragebogen zur Erfassung von Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten)

  11. IDCL-P (Internationale Diagnosen Checkliste für Persönlichkeitsstörungen)

  12. ADHS / ADS im Kindesalter und im Erwachsenenalter

  13. IKP (Inventar Klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen)

  14. K-FAF (Kurzfragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren)

  15. Rorschachtestung 

  16. SPG (Skalen zur psychischen Gesundheit)

  17. WDQ (Work Design Questionnaire)

  18. BMS (Beanspruchungs-Mess-Skalen)

  19. Conflict Poker

  20. Persönlichkeitsstruklturierung

Informationen und Inhalte

  • Ausbilder: Benjamin Lange

  • Ausbildungstage: insgesamt 6 Tage 

  • 09.-14.02.2021

  • Kosten: 1.100,00 € - Ratenzahlung nach Absprache möglich

  • In den Kosten enthalten sind Manual und Original - Testbogen zu jeder Testung, Lehr- und Fortbildungsmaterialien

 

Zu den einzelnen Testungen

  • STADI (State-Trait-Angst-Depressions-Inventar)

    • Mit dem STADI können Angst und Depression sowohl als Zustand (State) als auch als Eigenschaft (Trait) erfasst werden. Dafür stehen zwei Fragebögen zur Selbstbeschreibung mit jeweils 20 Items zur Verfügung. Der State-Teil erfasst die Ausprägung des aktuell erlebten Angst- und Depressionszustands einer Person, der in Abhängigkeit von internen oder externen Einflüssen variiert. Er ist in einer Vielzahl von Situationen unterschiedlicher Art einsetzbar. Dazu gehört nicht nur das ganze Spektrum höchst heterogener Stresssituationen, sondern auch Situationen mit neutralem oder positivem („euthymem“) Charakter. Der Trait-Teil dient der Erfassung der Eigenschaftsausprägungen, also der überdauernden Neigung, Angst und Depression zu erleben. Sowohl der State- als auch der Trait-Teil bestehen aus vier Skalen mit jeweils fünf Items. Angst wird mit Hilfe der beiden Subskalen Aufgeregtheit (affektive Komponente) und Besorgnis (kognitive Komponente), Depression mit Hilfe der beiden Subskalen Euthymie (positive Stimmung) und Dysthymie (depressive Stimmung) ermittelt. Zur Bestimmung des Depressionswertes wird die Subskala Euthymie jeweils invertiert. Die beiden Teile können je nach Fragestellung zusammen oder separat eingesetzt werden.

  • BDI (Beck-Depressions-Inventar)

    • Das BDI-FS misst die Schwere der Depression entsprechend der nicht somatischen Kriterien für die Diagnose einer Major Depression nach DSM-IV und DSM-5. Grundlegend für die Entwicklung des Tests war die Überlegung, dass die Einbeziehung von Items zu somatischen Beschwerden und Leistungsfähigkeit im BDI-II zu einer fälschlichen Erhöhung der Prävalenz von Depressionen bei Patienten mit medizinischen Problemen führt. Neben der Verwendung des BDI-FS in Patientengruppen mit gemischten medizinischen Grunderkrankungen wurde das Verfahren mittlerweile auch für Patientengruppen mit spezifischenErkrankungsbildern (z. B. Patienten mit Multipler Sklerose, Patienten mit Kopf- und Halskrebs, Patienten mit (chronischen) Schmerzen, Patienten mit Suchterkrankungen, HIV-Patienten sowie Patienten aus dem geriatrischen und pädiatrischen Kontext mit diversen medizinische Erkrankungen) erfolgreich implementiert.

  • CISS (Coping-Inventar zum Umgang mit Stress-Situationen)

    • Beim CISS handelt es sich um die auf 24 Items gekürzte, deutschsprachige Adaptation des in der Originalversion 48 Items umfassenden Coping Inventory for Stressful Situations. Mit dem CISS werden die folgenden 3 grundlegenden Copingstile erhoben: 1) Aufgabenorientiertes Coping: Versuche der direkten Problemlösung bzw. der Planung von geeigneten Schritten gegen die stressverursachenden Bedingungen, 2) Emotionsorientiertes Coping: Auf die eigene Person bezogene, emotionale Reaktionen, 3) Vermeidungsorientiertes Coping: Vermeidung der Auseinandersetzung mit Stress-Situationen. Das Vermeidungsorientierte Coping kann weiter unterteilt werden in 3a) Sozial-ablenkungsorientiertes Coping: Ablenkung von Problem-Situationen mittels Suche von sozialen Kontakten und 3b) Zerstreuungsorientiertes Coping: Allgemeine Ablenkung von Problem-Situationen. Das Coping-Inventar zum Umgang mit Stress-Situationen (CISS) ist die auf 24 Items gekürzte, deutschsprachige Adaptation des in der Originalversion 48 Items umfassenden Coping Inventory for Stressful Situations. Das Verfahren besitzt eine lange Forschungs- und Anwendungstradition. Das CISS zeichnet sich durch seine hohe psychometrische Qualität sowie die einfache Anwendung aus. ache Anwendung aus. Die Fragen sind klar und eindeutig formuliert und können rasch beantwortet werden.

 

  • FPI-R (Freiburger Persönlichkeitsinventar)

    • Das Freiburger Persönlichkeitsinventar ist ein weit verbreiteter Test, dessen 138 Items für 10 Skalen ausgewertet werden: Lebenszufriedenheit, Soziale Orientierung, Leistungsorientierung, Gehemmtheit, Erregbarkeit, Aggressivität, Beanspruchung, Körperliche Beschwerden, Gesundheitssorgen, Offenheit, außerdem hinsichtlich der zwei Sekundärskalen Extraversion und Emotionalität im Sinne Eysencks. Die Auswahl dieser Persönlichkeitseigenschaften ergab sich aus den eigenen Forschungsvorhaben der Autoren und aus der Absicht, einen bevölkerungsrepräsentativ konstruierten und normierten Test von allgemeinerem Interesse zu entwickeln.

    • Der erste Schritt der Testkonstruktion war hypothetisch-deduktiv, um geeignete Items für die ausgewählten persönlichkeitstheoretischen Konzepte auszuarbeiten. Im zweiten Schritt folgten teststatistische Analysen, empirisch-induktiv und bevölkerungsrepräsentativ, um die Auswahl der Items durch item-, faktoren- und clusteranalytische Befunde zu unterstützen.

  • HPI (Hamburger Persönlichkeitsinventar)

    • Das HPI erfasst sechs annähernd unkorrelierte Basisdimensionen der Persönlichkeit. Neben den allgemein anerkannten Basisfaktoren Neuroticism (N), Extraversion (E), Openness (O), Conscientiousness (C) und Agreeableness (A) wird der Basisfaktor Risk and Competition Seeking (R) eingeführt, der sich in einer Reihe von empirischen Studien als unverzichtbare Ergänzung auf der höchsten hierarchischen Stufe der dimensionalen Persönlichkeitsorganisation herausgestellt hat. Die Einbeziehung dieses Basisfaktors (R) ermöglicht eine bisher vermisste dimensionale Strukturtheorie, die u.a. auch für alle klinischen Persönlichkeitsstörungen substanziellen Erklärungswert besitzt (siehe Inventar Klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen IKP). Das wichtigste Struktur-Moment der neuen Theorie ist die Untergliederung der sechs Basisdimensionen in drei Untersysteme zu je zwei «opponierenden» Faktoren (N/E, O/C, A/R), die u.a. Konflikt- und Ambivalenzaspekte der Persönlichkeit erschließen. Das Inventar erfasst die sechs Basisdimensionen mit jeweils 14 Items.

  • SEE (Skalen zum Erleben von Emotionen)

    • Die insgesamt 42 Items der Skalen zum Erleben von Emotionen (SEE) gliedern sich in 7 faktorenanalytisch gewonnene und voneinander unabhängige Skalen: 1. Akzeptanz eigener Emotionen, 2. Erleben von Emotionsüberflutung, 3. Erleben von Emotionsmangel, 4. Körperbezogene Symbolisierung von Emotionen, 5. Imaginative Symbolisierung von Emotionen, 6. Erleben von Emotionsregulation, 7. Erleben von Selbstkontrolle. Die Skalen messen, wie Personen eigene Gefühle wahrnehmen, bewerten und damit umgehen. Die SEE gründen theoretisch auf der Personzentrierten Persönlichkeits- und Störungstheorie und auf den Konzepten zur Emotionalen Intelligenz. 

  • Das Persönlichkeits-Störungs-Rating-System

    • Persönlichkeitsstörungen sind schwer zuerkennen, jedoch in Beratung, Coaching oder Psychotherapie eine essenzielle Diagnostik, die mit dem Rating System ermittelt und begründet werden sollen. 

  • FPP (Fragebogen Psychopathischer Persönlichkeitseigenschaften)

    • Der FPP ist ein zeitökonomisches Fragebogenverfahren und dient der dimensionalen Erfassung psychopathischer Persönlichkeitseigenschaften anhand von sechs Facetten. Erfasst werden folgende Skalen: Fehlende Empathie, Furchtlosigkeit, Narzisstischer Egozentrismus, Impulsivität, Soziale Manipulation und Macht. Die Skalen können zu einem Gesamtwert der Psychopathie zusammengefasst werden.

  • FKBS (Fragebogen zu Konfliktbewältigungsstrategien)

    • Der FKBS erfasst 5 verschiedene Arten der Konfliktbewältigung in abgestufter Form. Diese Konfliktbewältigungsstrategien sind als innerliche Reaktionen (Gefühle, Gedanken) und mögliche Verhaltensformen in vorgegebenen Antworten als Reaktionen auf frustrierende Ereignisse in sozialen Situationen formuliert. Sie haben im weiteren Sinne Ähnlichkeit zum begrifflichen Umfeld der Abwehrmechanismen. Alle 5 Skalen haben den Umgang mit aggressiven Impulsen zum Inhalt und beziehen sich auf die Aggressionsrichtung - nach innen (Wendung gegen die eigene Person) oder nach außen (Wendung gegen das Objekt) -, den Versuch der verstandsmäßigen Neutralisierung aggressiver Tendenzen (Intellektualisierung, Rationalisierung, Verniedlichung), ihre Umformung in freundliche Motive (Reaktionsbildung) und die gezielte Unterstellung böser Absichten des anderen (Projektion).

  • FERUS (Fragebogen zur Erfassung von Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten)

    • Der FERUS erfasst gesundheitsrelevante Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten. Er besteht aus 7 Skalen (Veränderungsmotivation, Selbstbeobachtung, aktives und passives Coping, Selbstwirksamkeit, Selbstverbalisation, Hoffnung und Soziale Unterstützung) und einem Gesamtwert. Insgesamt umfasst der Test 66 Items. Theoretische Grundlagen bildeten das salutogenetische Modell von Antonovsky (1979, 1987), das Selbstmanagementkonzept nach Kanfer, Reinecker und Schmelzer (1996), die Theorie der Selbstwirksamkeit nach Bandura (1977), die Selbstinstruktionstechniken nach Meichenbaum (1977), die Depressionstheorie nach A.T. Beck (1986) und die Ausführungen zur sozialen Unterstützung von Sommer und Fydrich (1989). 

  • IDCL-P (Internationale Diagnosen Checkliste für Persönlichkeitsstörungen)

    • Die IDCL-P dient der Erfassung der Persönlichkeitsstörungen nach ICD-10 und DSM-IV. Die diagnostischen Kriterien sind in möglichst knapper und übersichtlicher Form angeordnet, der Wortlaut der einzelnen Kriterien ist mit dem vom Klassifikationssystem vorgegebenen Text identisch. Die Diagnostik mit Hilfe der IDCL-P basiert stets auf Fremdbeurteilung, die Art der Erhebung ist frei. Als Informationsquellen kommen Angaben des Patienten, Verhaltensbeobachtungen und Angaben dritter Personen in Betracht.

  • ADHS/ADS Spektrumstest für Kinder und Erwachsene

    • Das ADHS-Screening für Erwachsene und Kinder stellt ein zeitökonomisches Screening-Instrument zur Erfassung ADHS und ADS bei Erwachsenen und Kindern dar. Die erfassten Bereiche orientieren sich an den diagnostischen Leitlinien zur ADHS und ADS. Dabei ermöglicht eine differenzierte Profilanalyse die individuelle Einschätzung der Ausprägung und des Schweregrades einer AD(H)S-Symptomatik und liefert ebenfalls differenzialdiagnostische Zusatzinformationen. Zur dimensionalen Erfassung von AD(H)S-Symptomen bietet das AD(H)S-Screening zwei Möglichkeiten: a) Den Einsatz des Kernscreenings (ADHS-E), welches alle diagnoserelevanten Problembereiche erfasst und somit einen differenzierten Überblick über die psychopathologische Ausprägung ermöglicht. b) Eine Langform (ADHS-LE), in der alle diagnoserelevanten Problembereiche des Kernscreenings mit einer höheren Itemzahl enthalten sind und darüber hinaus noch zwei Skalen zur zusätzlichen Erhebung klinisch relevanter Merkmale sowie ein Alkohol-, Drogen- und Medikamentenscreening.

  • IKP (Inventar Klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen)

    • Das Grundinventar IKP-G erfasst 11 offizielle Diagnoseeinheiten nach DSM-IV und ICD-10. Jede Einheit wird durch 10 Items pro Skala erfasst. Das Ergänzungsmodul IKP-Eg dient der Einbeziehung aller traditionellen Persönlichkeitsakzentuierungen nach Kurt Schneider (z.B. Asthenisch-nervöse, Maniforme/Hyperthyme, Suchtanfällige/Willensschwache, Obsessiv-selbstunsichere). Darüber hinaus erschließt es Persönlichkeitsakzentuierungen, die differenzialdiagnostische Entscheidungen zwischen DSM-IV und ICD-10 ermöglichen (z.B. Furchtsame/Körperlich bedrohungssensible, Riskierend-abenteuerlustige). Außerdem werden weitere subaffektive, psychosenahe, borderline- und angst-/aggressionsbezogene Persönlichkeitsakzentuierungen (z.B. Depressive, Zyklothyme, Desorganisierte, Dissoziative, Anforderungs- und leistungsängstliche, Passiv-aggressive/Negativistische und Opponierend-querulatorische) einbezogen. Die Konstruktion des IKP kombiniert in konsequenter und erfolgreicher Weise den faktorenanalytischen und klassisch-testkonstruktiven Ansatz mit einer sorgfältigen Fundierung im Rahmen der Psychopathologieforschung.

  • K-FAF (Kurzfragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren)

    • Der K-FAF ist die vollständig überarbeitete Kurzform des seit über 40 Jahren im deutschen Sprachraum bewährten FAF von Hampel und Selg. Das Verfahren ermöglicht psychometrisch fundierte Aussagen über verschiedene Aspekte aggressiven Verhaltens. Es beruht auf einer Selbsteinschätzung des Befragten und erfasst die Spontane Aggressivität, Reaktive Aggressivität, Erregbarkeit, Selbstaggressivität und Aggressions-Hemmung. Als Maß für die nach außen gerichtete Aggressivität können die ersten drei Aspekte zu einem Summenwert (Summe der Aggressivität) zusammengefasst werden. 

  • Rorschachtestung 

    • Um 1911 begann Hermann Rorschach mit der Entwicklung seines auf der Deutung von symmetrischen Klecks-Gebilden beruhenden projektiven Verfahrens. Er bezeichnete das Verfahren als wahrnehmungsdiagnostisches Experiment: Vorhandene Erinnerungsbilder werden vom Probanden an rezente Empfindungskomplexe geknüpft, ausgelöst durch die Vorlage des unstrukturierten Bildmaterials. Aus seinen Forschungsergebnissen schloss Rorschach, dass sich aus den Deutungen Rückschlüsse auf Persönlichkeitsstruktur und Dynamik eines Menschen ziehen lassen. 

    • Der Rorschach-Test ist heute ein weit verbreitetes psychologisches Verfahren, das besonders bei klinischen Fragestellungen angewandt wird. Die Auswertung erfolgt formal und inhaltlich. Rorschach selbst sah vor allem den formalen Aspekt der Auswertung als bedeutungsvoll an (Ganz- oder Detaildeutung, Bevorzugung von Farbe, Form oder Bewegung sowie außerdem Inhalt und Originalität der Deutung). Zur Erstellung des Psychogramms werden daneben die Antwortenzahl, die Aufeinanderfolge der Erfassungsmodi, der Erlebnistypus, Vulgär- und Originalantworten u.a. untersucht. Es kann eine Nachbefragung erfolgen. Die abschließende inhaltsanalytische Interpretation ist tiefenpsychologisch orientiert. Die Testdurchführung unterliegt keiner Alters- und Zeitbegrenzung. 

  • SPG (Skalen zur psychischen Gesundheit)

    • Anders als herkömmliche Tests, die keine Festlegungen im Sinne seelischer Gesundheit enthalten, versuchen die SPG, derartige Werthaltungen zu erfassen. Die SPG bestehen aus 76 Items, denen 7 faktorenanalytisch gestützte Skalen zugeordnet sind. 5 Skalen zum «geistig-seelischen Wohlbefinden»: Autonomie, Willensstärke, Lebensbejahung, Selbstreflexion und Sinnfindung sowie 2 Skalen zum «sozialen Wohlbefinden»: Natürlichkeit und Soziale Integration.

  • WDQ (Work Design Questionnaire)

    • In Organisationen zur Analyse von Arbeitsplätzen. Der WDQ findet im Produktions-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich gleichermaßen Anwendung; keine Beschränkung auf eine bestimmte Berufsbranche oder Tätigkeitsklasse. Der WDQ ist ein Instrument zur Analyse von Arbeitsplätzen. Er dient der Identifikation von Schwachstellen in Bereichen der Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation. Das Verfahren kann darüber hinaus auch die Stärken bzw. Ressourcen eines Arbeitsplatzes aufdecken und zur Evaluation des Erfolgs von veranlassten Umgestaltungsmaßnahmen eingesetzt werden. Anhand von 21 Skalen erfasst der WDQ neben Merkmalen der Arbeitsaufgaben auch Merkmale, die die Einbindung in das soziale Gefüge am Arbeitsplatz sowie die physischen Gegebenheiten der Arbeitsumgebung betreffen. Auf der Grundlage der Einschätzungen durch die Stelleninhaber können anschließend Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsinhalte, der sozialen Umstände oder des Arbeitsschutzes abgeleitet werden. 

  • BMS (Beanspruchungs-Mess-Skalen)

    • Die Beanspruchungs-Mess-Skalen (BMS) erlauben die Ermittlung und Bewertung der Beanspruchungszustände psychische Ermüdung, Monotonie, psychische Sättigung und Stress nach DIN EN ISO 10 075 bzw. DIN SPEC 33418:2014-03. Zwei echte Parallelversionen der BMS mit je 40 dichotomen Items ermöglichen die Erfassung der Beanspruchungswerte zu Beginn (Vormessung) und zum Ende des Arbeitstages bzw. der Schicht (Nachmessung). Dabei sollten jeweils Gruppen (ab 6 Personen) mit gleicher Tätigkeit untersucht werden. Die arbeitsbedingte Beanspruchung kann sowohl über die Differenz von Vor- und Nachmessung als auch über die Ergebnisse der Nachmessung bestimmt werden. Die Ergebnisse der 4 Skalen können 3 Bewertungsstufen des Wohlbefindens („Wohlbefinden“, „leichte“ und „starke Beeinträchtigungen des Befindens“) zugeordnet werden, die Hinweise auf notwendige Gestaltungs- bzw. Veränderungsmaßnahmen des Arbeitsplatzes geben. 

  • Conflict Poker

    • Das Tool richtet sich an Führungskräfte, Moderator(inn)en, Trainer/-innen, Supervisor(inn)en, Erwachsenenbildner/-innen, Berater/-innen und Personalfachleute. Es kann in Führungsteams, Projektgruppen, in Abteilungen, Ausbildungsgruppen von firmeninternen oder firmenübergreifenden Ausbildungslehrgängen und auch in offenen Spielrunden eingesetzt werden. 

    • Conflict Poker ist ein Training, bei dem der eigene spielerische Charakter in Verbindung mit Konflikten im Zentrum steht. Während rund 90 Minuten bearbeiten 4 bis 9 Spielende zusammen mit einer Spielleitung eine von 49 möglichen Konfliktsituationen aus der realen Arbeitswelt. Nebst den eigenen Kompetenzen stehen zugeloste Rollen und Eigenheiten auf weiteren Spielkarten zur Verfügung und sorgen für Spannung und Dynamik im Spiel.

    • Das Pokerelement besteht hierbei darin, dass das Auftauchen von situativem Verhalten, von Vorgaben und Ereignissen als Herausforderung sowohl für die einzelnen Mitspielenden wie auch für das gesamte Spielteam erlebt wird. Erlebnisse und Erfahrungen im Spiel werden in einer Schlussrunde diskutiert und reflektiert. Das Durchleben einer gegebenen Konfliktsituation ist konstruktives Spiel und lebt von der Kreativität und dem Gemeinschaftssinn der Spielrunde. Wer in Konflikten sein eigenes Konfliktverhalten beobachten und reflektieren kann, baut die Angst vor Konflikten ab und kann letztlich beweglicher und kreativer damit umgehen.

  • Persönlichkeitsstrukturierung

  • Die Persönlichkeit eines Menschen ist vielschichtig und situationsabhängiger Natur. Lernprozesse und Prägungsmechanismen sind für die Entstehung der Persönlichkeit verantwortlich. Diese Testung liefert ein Abbild der Klientenpersönlichkeit in den wichtigen Lebensbereichen. 

Kontaktformular

Email: info@lange-institut.de

Telefon: 05181 - 917 39 32

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