Die Wurzeln der KVT

Aktualisiert: 15. Dez 2019



Die Wurzeln der kognitiven Verhaltenstherapie (kurz: KVT) sind weit verzweigt.


John B. Watson wandte sich in den 1920er Jahren bereits der Beobachtung des reinen Verhaltens von Menschen zu. Für ihn war der Mensch eine „Black Box“, dessen Verhaltensweisen ausschließlich durch Lernen und Erfahrung geprägt werden.


Burrhus F. Skinner gilt in Fachkreisen als einer der Forscher, der die Verhaltenstherapie so effektiv werden lies. Nach vielen Forschungen entwickelte er Konditionierungstechniken, um bestimmte Problematiken von Menschen positiv beeinflussen zu können.

Weitere Namen, die man im Zusammenhang mit der KVT kennt, sind Aaron T. Beck und Albert Ellis. Sie arbeiteten in den 1960er Jahren an den Grundlagen der KVT. Sie wiesen auf die Bedeutung von gedanklichen (kognitiven) Prozessen bei vielen Störungen hin.

Der amerikanische Psychologe Albert Bandura beschrieb dann später eine weitere Form des Lernens und wies in vielen Experimenten nach, dass Kinder durch Nachahmung neue Verhaltensweisen entwickeln. Diese Form des Nachahmens (Lernens) bezeichnete er als Modelllernen.

Frederick Kanfer entwickelte dann ein komplexes System der Verhaltensanalyse, heute bekannt als SORKC-Schema, mit dessen Hilfe man Störungen und Problemstellungen auf der Symptomebene untersucht. Diese Analyse ist heute aus Therapieplanungen nicht mehr wegzudenken.

Der Ablauf der kognitiven Verhaltenstherapie kurz erklärt:

Auf dieser Homepage würde der Ablauf einer kognitiven Verhaltenstherapie den Rahmen sprengen. Wir möchten Ihnen aber an dieser Stelle gern einmal das Grundgerüst vorstellen, das natürlich in Therapie oder Coaching um entsprechend viele Schritte ergänzt, eingekürzt oder erweitert wird.

In einem ersten Schritt lernen die Klienten, automatisch ablaufende Gedankenmuster zu identifizieren, die für eine bestimmte Emotion verantwortlich sind.

In einem zweiten Schritt werden diese Gedanken dann einer ausführlichen Überprüfung unterzogen, in Hinsicht auf Realitätsbezug und Nutzen dieser Gedanken. Hierbei versucht der Therapeut (oder der Coach) nicht, den Klienten von der Fehlerhaftigkeit der Gedanken zu überzeugen, sondern bedient sich des sokratischen Dialoges (eine Gesprächsführung des „Nichtwissens“) indem naive Fragen gestellt werden.

In einem dritten Schritt werden dann Denkmuster, die ursprünglich für negative Emotionen gesorgt haben, durch andere, realistische und zieldienliche Gedanken ersetzt. Diesen Vorgang nennt man kognitive Umstrukturierung.

Zum Einsatz kommen hierbei unter anderem folgende wichtige Techniken:

Klassische Konditionierung, operante Konditionierung, Modelllernen, Aufbau von Selbsthilfekompetenzen, Verhaltensanalyse nach dem SORKC-Schema, systematische Desensibilisierung, Reizkonfrontation, soziales Kompetenztraining, Problemlösetraining, Token Systeme, Prompting, Shaping oder auch Gedankenstopptechniken.

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